Kategorie: Aktuelles

  • Diskriminierung erleichtert: Meta lockert Hassrede-Regeln

    Diskriminierung erleichtert: Meta lockert Hassrede-Regeln

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    Der „Platformer“ nennt aus nicht-öffentlichen Richtlinien Beispiele für Äußerungen, die in den USA nun erlaubt sein sollen.

    Menlo Park, Kalifornien (2mind) – Meta, der Mutterkonzern von Facebook und Instagram, hat seine Richtlinien zu Hassrede überarbeitet (2mind berichtete). Die neuen Regeln gelten in den USA und erlauben nun Aussagen, die zuvor als beleidigend oder entmenschlichend galten. Beispielsweise dürfen Nutzerinnen und Nutzer transgender oder nicht-binäre Personen als „es“ bezeichnen, was zuvor verboten war. Auch Aussagen, die LGBTQ+-Personen als „psychisch krank“ darstellen, sind nun zulässig. Kritikerinnen und Kritiker warnen, dass diese Änderungen zu mehr Diskriminierung und realen Gefahren führen könnten. Das berichtet Platformer.news und nennt konkrete Beispiele aus nicht-öffentlichen Richtlinien, die mit Mitarbeitenden und Auftragnehmenden geteilt werden, die für die Durchsetzung der Richtlinien zuständig sind. Danach sind nun auf Facebook und Instagram folgende Äußerungen zulässig:

    • „Es gibt keine trans Kinder.“
    • „Trans-Personen sind nicht real. Sie sind psychisch krank.“
    • „Schwule sind nicht normal.“
    • „Das ganze nicht-binäre Ding ist erfunden. Diese Menschen existieren nicht, sie brauchen einfach nur Therapie.“
    • „Eine trans Frau ist keine Frau, sondern ein erbärmlicher, verwirrter Mann.“
    • „Eine trans Person ist kein ‚er‘ oder ‚sie‘, sondern ein ‚es‘.“

    Die bisherigen Richtlinien schützten marginalisierte Gruppen wie LGBTQ+-Personen, Frauen und Migrantinnen und Migranten stärker. Die teilweise Aufhebung dieser Schutzmaßnahmen begründet Meta mit dem Ziel, die Meinungsfreiheit zu fördern. Menschenrechtsorganisationen und Aktivistinnen und Aktivisten kritisieren, dass die Plattformen dadurch unsicherer werden könnten.

    Die Änderungen folgen einem allgemeinen Trend in der Branche – und den Erwartungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump. Andere Plattformen wie X (ehemals Twitter) haben in letzter Zeit ähnliche Maßnahmen ergriffen. Expertinnen und Experten befürchten, dass diese Entwicklungen die Verbreitung von Hass und Desinformation weiter begünstigen könnten.

    In den Ländern der Europäischen Union gelten die Änderungen der Content-Richtlinien nicht. Hier unterliegt Meta strengen Datenschutz- und Plattformregulierungen – insbesondere dem Digital Service Act.

    Platformer.news ist ein unabhängiger Newsletter, der sich auf die Berichterstattung über Technologieunternehmen und deren gesellschaftliche Auswirkungen spezialisiert hat. Gegründet wurde die Plattform von dem Technologiejournalisten Casey Newton.

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  • Wohnungslosenbericht 2024: Über eine halbe Million Menschen betroffen

    Wohnungslosenbericht 2024: Über eine halbe Million Menschen betroffen

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    Die Bundesregierung will Wohnungslosigkeit bis 2030 überwinden. Viele Betroffene leiden unter psychischen Beeinträchtigungen.

    Berlin (2mind) – Etwa 530.000 Menschen sind in Deutschland wohnungslos. Davon sind etwa 440.00 Menschen in Einrichtungen der Wohnungsnotfallhilfe untergebracht, über 47.000 Menschen leben auf der Straße oder in Behelfsunterkünften und andere kommen bei Verwandten oder Bekannten unter. Diese Zahlen bietet der gestern von der Bundesregierung beschlossene Wohnungslosenbericht 2024. Im Vergleich zum Wohnungslosenbericht 2022 ist die Zahl der Betroffenen Menschen gestiegen.

    „Der Bericht zeigt, dass die Obdach- und Wohnungslosigkeit in Deutschland unterschiedliche Formen und Ursachen hat und bei weitem kein rein städtisches Problem darstellt“, so die Bundesministerin für Wohnen, Klara Geywitz. In einem Bundesinstitut – dem BBSR – würden derzeit „Maßnahmen erarbeitet, um zum Beispiel Frauen und Kinder in Obdachlosenunterkünften durch bessere Standards zu schützen.“

    Weitere Erkenntnisse des Berichts:

    • Knapp zwei Drittel der wohnungslosen Menschen sind männlich.
    • Wohnungslose Personen ohne Unterkunft sind durchschnittlich 43 Jahre alt.
    • Knapp zwei Drittel der wohnungslosen Menschen ohne Unterkunft sind deutsche Staatsangehörige.
    • Weibliche untergebrachte Wohnungslose sind unter den Personen mit ausländischer Nationalität mit 39 Prozent wesentlich stärker vertreten als in der Gruppe der Deutschen (4 Prozent).
    • Etwa 56 Prozent der wohnungslosen Menschen leiden nach eigener Einschätzung an einer dauerhaften psychischen Einschränkung, Suchterkrankungen eingeschlossen.
    • Wohnungslosigkeit bildet ein langfristiges Problem: 65 Prozent der Wohnungslosen ohne Unterkunft leben bereits über ein Jahr auf der Straße. Im Wohnungsnotfallhilfesystem untergebrachte Menschen leben dort durchschnittlich länger als zwei Jahre.

    In der Wohnungslosenstatistik werden auch in Unterkünften für Geflüchtete untergebrachte Personen erfasst, wenn ihr Asylverfahren positiv abgeschlossen und sie zur Vermeidung von ansonsten eintretender Wohnungslosigkeit in der Unterkunft bleiben.

    Die Bundesregierung will Wohnungslosigkeit in Deutschland mit einem „Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit“ bis 2030 zu überwinden.

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  • Jugendämter am Limit – Kinderschutz gefährdet?

    Jugendämter am Limit – Kinderschutz gefährdet?

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    Personalnot im Allgemeinen Sozialdienst, finanzieller Druck und fehlende Jugendhilfeangebote gefährden Kinder und Jugendliche. Dazu berichtet aktuell die ARD

    Köln (2mind) – Der Personalmangel in Jugendämtern und fehlende Angebote der Jugendhilfe gefährden den Kinderschutz. Das dokumentiert ein aktueller WDR-Beitrag. „Der Kinderschutz kann nicht mehr gewährleistet werden, weil die Sozialarbeiterinnen im ASD zu viele Familien betreuen und weil es wichtige Angebote in der Kinder- und Jugendhilfe nicht mehr gibt“, sagte die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft ASD, Kerstin Kubisch-Piesk, dem Sender. „Das führt dazu, dass Kinder und Jugendliche in Situationen leben, die nicht gut für sie sind und sie ggf. entsprechende Hilfen nicht erhalten.“

    Besonders betroffen ist der für den Außendienst zuständige Allgemeine Sozialdienst (ASD) der Jugendämter. „Ich glaube, wir können das Wächteramt oder den Kinderschutz, so wie es eigentlich vorgeschrieben ist, schon lange nicht mehr absichern“, sagte die ehemalige ASD-Mitarbeiterin Verena Bieler dem WDR. Zu Höchstzeiten war die Sozialarbeiterin für 137 Fälle. zuständig. „Da bleiben nicht mal fünf Minuten für ein Gespräch“, so Bieler.

    Dass Jugendämter keine attraktiven Arbeitsbedingungen böten, sei auch den Sozialarbeitsstudierenden bekannt, so die Kinderschutzexpertin Kathinka Beckmann, die an der Hochschule Koblenz lehrt. „Das ist keine Übertreibung, sondern es ist wirklich eine noch nie dagewesene Krise innerhalb der Jugendamtsarbeit, aber damit auch innerhalb der Jugendhilfelandschaft“, sagte Beckmann dem WDR. Der Personalmangel sei eines der größten Probleme im ASD: „Wir haben Stellen, die einfach nicht mehr besetzt werden können“, so die Professorin. Durch die Überlastungen käme zudem ein sehr hoher Krankenstand in vielen ASD-Teams hinzu.

    Ein Problem sei die unzureichende Finanzierung der Jugendämter angesichts knapper kommunaler Haushalte Die „Bindung der Kinder- und Jugendhilfefinanzierung an die Kommunen kann leider die Konsequenzen haben – und hat es auch schon vielfach gehabt, dass ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin Sparanweisungen an das Jugendamt weitergibt“, so Beckmann weiter. Der WDR hatte im Sommer die Leitungen von insgesamt 580 deutschen Jugendämtern angeschrieben, etwa 300 davon beantworteten die Fragen der Redaktion. Davon bestätigte fast ein Viertel, dass sie schon einmal von ihrer Kommune oder finanziell Verantwortlichen aufgefordert wurden, bei Hilfen zur Erziehung oder im Kinderschutz zu sparen.

    Dazu teilte der Deutsche Städtetag dem WDR schriftlich mit: „Die Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe haben sich innerhalb von nur 13 Jahren (…) weit mehr als verdoppelt (…). Angesichts der stark wachsenden Aufwendungen bei den Hilfen zur Erziehung könnte ein weiterer Weg sein, dass die Länder oder auch der Bund sich an diesen Kosten dauerhaft beteiligen.“

    Ein Problem sind zudem fehlende Aufnahmekapazitäten in Jugendhilfeeinrichtungen. Das Kamerateam begleitete eine Mitarbeiterin des Jugendamtes Gelsenkirchen bei der Arbeit. Ihr Amtsleiter kommt in dem Beitrag ebenso zu Wort: „Es gibt eben Kinder, und zwar ganz viele und nicht nur in Gelsenkirchen“, so Björn Rosigkeit, „die wir aufgrund der aktuellen Situation nicht mehr bedarfsgerecht versorgen können, die wir nicht bedarfsgerecht unterbringen können, die wir vielleicht gar nicht unterbringen können, die wir vielleicht in belasteten Familien belassen müssen.“ In mehr als 12 Prozent der Jugendämter kam es bereits vor, dass ein Kind im Amt übernachten musste, so ein Ergebnis der am 8. Januar ausgestrahlten WDR-Recherche.

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  • Meta: Mark Zuckerberg schafft Faktenprüfer ab

    Meta: Mark Zuckerberg schafft Faktenprüfer ab

    Grafik: Mariia Shalabaieva auf Unsplash

    … und sagt Europa gemeinsam mit US-Präsident Trump den Kampf an. Zu Migration und Gender sollen die Inhaltsrichtlinien vereinfacht werden.

    Menlo Park, Kalifornien (2mind) – Ein Videostatement des Facebook- und Instagram-Gründers Mark Zuckerberg lässt aufhorchen. „Wir werden die Faktenprüfer abschaffen“, so Zuckerberg auf dem Blog seines Unternehmens Meta (Zitate übersetzt aus dem Englischen). „Die Faktenprüfer waren politisch zu voreingenommen und haben mehr Vertrauen zerstört, als sie geschaffen haben“, so Zuckerberg weiter. Ersetzt werden sollen sie durch ein System von „Community Notes“, wie dies bereits X (vormals Twitter) praktiziert, also durch ein Feedback aus der Nutzer-Community.

    Gelten sollen diese Veränderungen zunächst für die USA. Die in Deutschland als Faktenchecker für Meta tätigen Nachrichtenagenturen dpa und AFP und das Rechercheprojekt Correctiv sind daher noch nicht betroffen. Ein Sprecher der EU-Kommission warnte den Meta-Konzern vor den Folgen eines Ausstiegs aus dem europäischen Faktencheck-Programm. „Falls sich die Plattform dann nicht an das Gesetz über digitale Dienste halten sollte, könnten wir tatsächlich auch eine Geldstrafe erlassen, die bis zu sechs Prozent des weltweiten Umsatzes einer solchen Plattform mit sich ziehen könnte“, sagte Thomas Regnier, EU-Sprecher im Bereich Digitales, gegenüber MDR aktuell. Der europäische Digital Service Act verpflichtet große Plattformen wie Facebook und Instagram, Risiken durch Desinformation zu bewerten und Maßnahmen zu ergreifen, um deren Verbreitung zu minimieren.

    Vereinfachen will Meta zudem seine Inhaltsrichtlinien. Zuckerberg dazu: „Wir werden viele Einschränkungen zu Themen wie Migration und Gender aufheben, die mittlerweile nicht mehr mit dem Mainstream-Diskurs übereinstimmen.“ Zu viele Menschen und Meinungen seien zuletzt ausgeschlossen worden. „Es ist an der Zeit, dass Menschen ihre Überzeugungen und Erfahrungen wieder auf unseren Plattformen teilen können.“

    Komplexe Systeme zur Moderation von Inhalten habe Meta auch deshalb entwickelt, weil Regierungen und traditionelle Medien in den letzten Jahren verstärkt auf Zensur gedrängt hätten. Zuckerberg weiter: „Das Problem mit solchen komplexen Systemen ist jedoch, dass sie Fehler machen. Selbst wenn sie nur ein Prozent der Beiträge fälschlicherweise zensieren, betrifft das Millionen von Menschen.“

    Mit den in Europa geltenden Regeln gegen Desinformation will sich Zuckerberg nicht zufriedengeben. „Wir werden mit Präsident Trump zusammenarbeiten, um gegen Regierungen vorzugehen, die amerikanische Unternehmen angreifen und mehr Zensur fordern“, so der Meta-Gründer. Europa verabschiede immer mehr Gesetze, die Zensur institutionalisierten.

    Die Süddeutsche Zeitung (SZ) kommentiert dazu unter der Überschrift „Zuckerberg schwenkt voll auf Trumps Linie ein“: „Es sind Zuckerbergs bislang konsequentesten Schritte, sein Unternehmen auf eine Linie mit der kommenden US-Regierung zu führen.“ Kurz zuvor sei bekannt geworden, dass die Trump-Unterstützer Joel Kaplan (ein vormaliger Mitarbeiter in der Regierung des Republikaners George W. Bush) und Dana White (Chef der Kampfsport-Liga UFC) führende Rollen bei Meta übernähmen. Zuckerberg ziele zudem wohl auf Einsparungen, denn die Inhaltsmoderation sei teuer. Nach Ansicht der SZ sind die Veränderungen „ein harter Schlag für alle, die versuchen, Rassismus und die Einschüchterung von Minderheiten im Internet einzudämmen.“

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  • Kokainkonsum steigt deutlich

    Kokainkonsum steigt deutlich

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    Stimulierende Drogen und die dadurch verursachten Gesundheitsschäden bilden eine Herausforderung 2025. Hoch ist der Anteil der Menschen mit Suchtproblematik besonders im Jugendstrafvollzug.

    Berlin (2mind) – Immer mehr Menschen in Deutschland konsumieren Kokain und andere stimulierende Drogen. Der Anteil der Kokain-konsumierenden Erwachsenen zwischen 18 und 59 Jahren stieg von 0,6 Prozent (2015) auf 1,6 Prozent (2021). Das geht aus dem im Dezember veröffentlichten jährlichen Bericht der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hervor.

    Danach ist zugleich der der Anteil von Beratungen und Behandlungen wegen Kokain – ambulant wie stationär – auf etwa 10 Prozent gestiegen. Über die deutlich steigenden Behandlungszahlen von Kokainkonsumierenden hatte im November auch das Barmer Instituts für Gesundheitsforschung berichtet. Einen Rekordwert erreichten in Deutschland zudem mit 43 Tonnen im Jahr 2023 die Sicherstellungen von Kokain – gegenüber acht Tonnen in 2017.

    „Die Lage ist ernst“, sagte der Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert. „Auch in diesen unsicheren Zeiten, in denen Krisen und Kriege viele Menschen beunruhigen, dürfen wir Drogenkonsumierende und Suchtkranke nicht weiter an den Rand der Gesellschaft schieben oder gar ins Unsichtbare.“ Blienert verwies darauf, dass die Zahl der Drogentoten mit 2227 Fällen in 2023 auf dem höchsten Wert seit der Datenerfassung lag.

    Sucht und Strafvollzug

    Der sogenannte REITOX-Bericht bietet einen Überblick zum Konsumverhalten in der Altersgruppe der 12- bis 64-Jährigen. In einem „Workbook Gefängnis“ bietet der Bericht Informationen zur Lage im Strafvollzug. Danach hatten zum Stichtag 31.03.2023 im Jugendstrafvollzug 57 Prozent der Inhaftierten bei Haftantritt eine Suchtproblematik; im geschlossenen Vollzug waren es 46 Prozent und im offenen Vollzug 22 Prozent.

    Der REITOX-Bericht und seine Workbooks im Internet: https://www.dbdd.de/

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  • KI-Tool Sora gestaltet lebensechte Videos

    KI-Tool Sora gestaltet lebensechte Videos

    Technische Entwicklungen von OpenAI und anderen fordern pädagogisch Tätige 2025 heraus: Es geht um die Vermittlung von Medienkompetenzen für eine sich schnell verändernde Medienwelt.

    Stuttgart (2mind) – Das Thema KI gewinnt bei Jugendlichen an Bedeutung: Fast alle 12- bis 19-Jährigen kennt ChatGPT (91%) und mehr als die Hälfte nutzt dieses Tool (57%). Das berichtet die JIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs). Eingesetzt werden KI-Tools wie ChatGPT bei den Hausaufgaben (65%), zum Spaß (52%), bei der Informationssuche (43%), zur Problemlösung (35%) oder um Bilder zu generieren (18%).

    „Die Ergebnisse der JIM-Studie 2024 verdeutlichen, dass es entscheidend ist, mit den Entwicklungen im Medienverhalten Jugendlicher Schritt zu halten, um einen sicheren und kompetenten Umgang mit Medien zu fördern“, schreibt der mpfs. „Besonders im Bereich Künstlicher Intelligenz, die bereits Eingang in den Alltag vieler Jugendlicher gefunden hat, ist es wichtig, diese Entwicklung pädagogisch zu begleiten.“ Lehrende sollten das Thema KI aktiv in ihren Unterricht einbinden „und neben sinnvollen Einsatzmöglichkeiten auch eine kritische Haltung gegenüber den erzeugten Inhalten vermitteln.“

    Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und des Südwestrundfunks. Für die JIM-Studie (Jugend, Information, Medien) 2024 wurden vom 5. Juni bis 14. Juli 2024 insgesamt 1.200 Jugendliche im Alter von zwölf bis 19 Jahren mittels telefonischer Interviews (50 %) und Online-Fragebögen (50 %) befragt.

    Gerade bei den KI-Tools wird das Schritthalten mit den technischen Entwicklungen eine Herausforderung für pädagogisch Tätige. Das gilt etwa für die Entwicklung von KI-Videogeneratoren. So hat jüngst OpenAI das Programm Sora vorgestellt, dessen Videos mit bloßem Auge nicht von realen Aufnahmen zu unterscheiden sind. Ein Beispiel:

    In einer Medienumgebung, in der „echt“ nicht mehr von „unecht“ zu unterscheiden ist, sind ganz neue Medien- und Informationskompetenzen gefragt: eine Herausforderung für das neue Jahr 2025.

    Der > Link zur JIM-Studie

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  • Bundestagswahl 2025: Diakonische Perspektiven

    Bundestagswahl 2025: Diakonische Perspektiven

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    Bei den Wahlen am 23. Februar geht auch um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und um die Chancen ihrer schwächsten Mitglieder.

    Berlin (2mind) – Weltweite Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten, Klimakrise: An ihren Antworten auf diese großen Herausforderungen werden die Parteien bei den anstehenden Bundestagswahlen gemessen. Entscheidend für die Zukunft unseres Landes sind aber auch der gesellschaftliche Zusammenhalt, eine funktionierende gesellschaftliche Selbstorganisation (durch Vereine, Initiativen, Gemeinden) und das Vertrauen in die Demokratie.

    Dazu hat die Diakonie Deutschland unter dem Hashtag #SozialWählen eine Kampagne gestartet. Es gehe um den „Auftrag an alle Kandidat:innen, den Sozialstaat gemeinsam mit den Bürger:innen zukunftsfest zu machen“, heißt es dort. Dabei sieht sich die Diakonie in politischer Verantwortung: „Als evangelischer Wohlfahrtsverband verstehen wir uns als Anwältin der Schwachen und benennen öffentlich die Ursachen von sozialer Not gegenüber Politik und Gesellschaft.“ Und diese Positionen sollten auch zur Bundestagswahl Gehör finden.

    Die Kampagnenwebsite der Diakonie bietet keine Wahlempfehlungen, aber Informationen zu Themen wie eine für alle erreichbare Gesundheit, den Abbau gesellschaftlicher Barrikaden, gleiche Chancen für alle und eine gelingende Integration. Ergänzt werden aktuelle Meldungen zu politisch relevanten Themen.

    Die Website der Diakonie Deutschland zur Bundestagswahl 2025:
    https://www.diakonie.de/bundestagswahl-2025

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  • NRW-Kitas: Eltern protestieren gegen Personalverordnung

    NRW-Kitas: Eltern protestieren gegen Personalverordnung

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    Düsseldorf (2mind) – Bei aktuellem Personalnotstand soll in NRW-Kitas eine Fachkraft auf 60 Kinder ausreichen. Diese Ausnahme soll für bis zu sechs Wochen gelten, so eine im Entwurf vorliegende Verordnung der nordrhein-westfälischen Landesregierung. Neben den Fachkräften – in der Regel Erzieherinnen und Erzieher – sollen verstärkt Ergänzungskräfte eingesetzt werden.

    Dagegen wehren sich Eltern mit Online-Petitionen: „Es ist unverantwortlich, dass in Zeiten des Personalmangels eine ausgebildete Fachkraft die alleinige Verantwortung für bis zu 60 Kinder tragen und zusätzlich die Ergänzungskräfte anleiten, betreuen und koordinieren soll“, heißt es in einer von vier Petitionen auf change.org, die bisher von über 150.000 Personen unterschrieben wurden. Gefordert wird, dass die Landesregierung „die Quoten für den Personalschlüssel in Kindertagesstätten und Kindergärten auf ein für Kinder und Mitarbeitende verantwortungsbewusstes und humanes Maß“ korrigiert.

    Der Hintergrund: Im September mussten in NRW etwa 3.800 der rund 10.700 Kitas zeitweise schließen oder ihr Angebot reduzieren – vor allem wegen Personalmangels, wie u.a. der „Spiegel“ aus einem Schreiben der Landesregierung an den Landtag berichtet. Der Städte- und Gemeindebund NRW begrüßt die Pläne der Landesregierung. „Auch die Städte, Kreise und Gemeinden wollen, dass Kinder in den Kitas umfassend betreut und gefördert werden können“, heißt es in einer Pressemitteilung. „In akuten Krisensituationen brauchen wir jedoch wegen des gravierenden Fachkräftemangels vorübergehend Flexibilität bei den hohen Qualitätsstandards.“ Eltern, Kinder und Arbeitgeber seien auf eine verlässliche Betreuung angewiesen.

    NRW-Familienministerin Josefine Paul verteidigte die Pläne in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. „Das Angebot in unserer Personalverordnung ist für akute Spitzen gedacht, in denen Eltern und Kinder andernfalls vor verschlossenen Türen stehen würden“, so Paul gegenüber der Zeitung. „Die Regelungen sind ein Angebot für die Träger und Einrichtungen, zusätzliches und bestehendes Personal bedarfsgerecht einzusetzen. Wir schaffen so mehr Klarheit und Verlässlichkeit in den Kitas.“

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  • NRW-Jugendämter nehmen mehr Kinder und Jugendliche in Obhut

    NRW-Jugendämter nehmen mehr Kinder und Jugendliche in Obhut

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    Düsseldorf (2mind) – Die nordrhein-westfälischen Jugendämter nahmen im vergangenen Jahr mehr als 17.000 Kinder und Jugendliche in Obhut. Im vorausgegangenen Jahr waren es mit 16.546 Betroffenen etwas weniger. Inobhutnahmen werden in Eil- und Notfällen durchgeführt und die Kinder und Jugendlichen dann z.B. vorübergehend in Jugendschutzstellen oder spezialisierten Pflegefamilien untergebracht. § 42 SGB VIII. werden vom Jugendamt durchgeführt, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz von Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint.

    Diese Zahlen nennt Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) als Statistisches Landesamt und weist zugleich darauf hin, dass für 2023 aufgrund eines Cyberangriffs auf einen kommunalen IT-Dienstleister keine exakten Zahlen zur Verfügung gestellt werden können. Gemeldet wurden von den Jugendämtern 16.546 Fälle, aufgrund der vom Cyberangriff betroffenen Ämter wurde die Gesamtzahl der Fälle auf 17.099 geschätzt.

    Fast die Hälfte (47,0 Prozent) der gemeldeten Fälle waren Inobhutnahmen von Minderjährigen, die unbegleitet aus dem Ausland eingereist waren. 1.862 Inobhutnahmen erfolgten auf eigenen Wunsch der Minderjährigen (11,4 Prozent) und 6.776 Inobhutnahmen wegen dringender Kindeswohlgefährdung (41,6 Prozent).

    Die 2023 in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren zu 66,8 Prozent männlich und zu 69,4 Prozent 14 Jahre oder älter.

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  • NRW-Justiz braucht Straffälligenhilfe – Land streicht Finanzierung

    NRW-Justiz braucht Straffälligenhilfe – Land streicht Finanzierung

    NRW-Justizminister Dr. Benjamin Limbach am 25. November in Köln

    Köln (2mind) – Straffälligenhilfe ist wichtig, gekürzt werden die dafür bestimmten Landesmittel dennoch. Diese Botschaft hatte Nordrhein-Westfalens Justizminister Benjamin Limbach bei seinem Besuch auf der „Fachwoche Straffälligenhilfe“ am 25. Oktober in Köln im Gepäck. „Straffälligenhilfe steht dem Justizvollzug beratend und unterstützend zur Seite“, so der Minister. Für Menschen nach der Haftentlassung seien die Angebote der Straffälligenhilfe besonders wichtige Angebote. Limbach weiter: „Ohne Sie würde etwas Entscheidendes fehlen.“ Für die Mittelstreichungen gelte deshalb: „Ich kann diese Kürzung in keiner Weise inhaltlich verteidigen.“

    Laut der Bundesarbeitsgemeinschaft der Straffälligenhilfe (BAG-S) sollen die Mittel des Landes NRW für die freie Straffälligenhilfe von drei auf eine Million Euro gekürzt werden.

    Veranstaltet wurde die „Fachwoche Straffälligenhilfe“ von katholischen und evangelischen Verbänden der Straffälligenhilfe. Sie widmete sich drei Tage lang dem Thema „Desistance“, d.h. dem Blick auf die Ressourcen, die straffällige Menschen beim Ausstieg aus der Kriminalität unterstützen. Für Justizminister Limbach eindeutig ein Thema für Diakonie und Caritas: „Der Blick auf den Straftäter und das, was besser werden kann, ist zutiefst ein kirchliches Thema.“

    In Theorien und Forschungsstand zur Desistance führte Prof. Christian Ghanem von der Technischen Hochschule Nürnberg ein. Identitätsveränderung und das Erleben von Selbstwirksamkeit seien in diesem Kontext wichtig. Weitgehend ungeklärt sei die Rolle biologischer Prozesse. Ghanem: „Ich glaube, dass Körperlichkeit an sich eine Leerstelle in der Desistance-Forschung ist.“

    Auf die Bedeutung von Gefühlen verwies der Moraltheologe Prof. Michael Rosenberger von der Universität Linz. „Unser Selbstbild wird zu 90% von Gefühlen bestimmt, nicht vom Denken“, sagte Rosenberger. „Menschen, die an ihre Gefühle nicht rankommen, können keine verantwortlichen sozialen Entscheidungen treffen.“ Auch das Phänomen Schuld sei nur über die Gefühle erreichbar. Aufgabe der Straffälligenhilfe sei es, Menschen behutsam bei ihren Gefühlen anzupacken und Gefühle zu wecken. Der Glaube könne dabei durch die Erfahrung des Geliebtwerdens und das Gefühl der Gottesnähe eine unterstützende Rolle einnehmen, sagte der Moraltheologe.

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