Die insgesamt etwa 1.360 Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen stehen durch aufwändigere Beratungen unter Druck. Hinzu kommen drohende Finanzierungsausfälle durch Engpässe in den Kommunen.
CSR NEWS war bis 2024 ein Fachmedium und Expertennetzwerk rund um das Thema gesellschaftliche Unternehmensverantwortung. Die Nachrichten und Magazine sind heute frei einsehbar.
Inga Gerckens im Interview zur Situation von Frauen in der Prostitution, der Ausstiegsbegleitung und dem Evaluationsbericht zum Prostituiertenschutzgesetz
Das Beispiel des Hamburger Autorenkollektivs „FundiWatch“ – ein Kommentar von Achim Halfmann zu der Handreichung „Christlicher Fundamentalismus & Soziale Arbeit“
Mit dem „Gesetz zur Stärkung der Strukturen gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ soll sexualisierter Gewalt vorgebeugt und die Rechte Betroffener sollen gestärkt werden. Es trat in der zurückliegenden Woche in Kraft.
Innerhalb von 10 Jahren haben sich die Taten mehr als verdoppelt. Es geht etwa um die Verwendung der Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen in Chats.
Auch die Zahl der Ausbildungsabbrüche steigt kontinuierlich. Der Arbeitsmarkt für Helfer wird sich verschlechtern. Das IAB rät zu niedrigschwelligen und berufsbegleitenden Angeboten.
Es fehlen klare Regeln, genug Personal, klare Schutzkonzepte und Reflexionsräume. Sexualisierte Übergriffe unter Kindern werden häufig nicht als solche wahrgenommen.
Stellen finden – Bewerbungen schreiben – Bewerbungsgespräche führen: Die für junge Menschen mit Migrationshintergrund entwickelte App ist auch für in Deutschland geborene junge Leute interessant.
Der „Schattenbericht: Armut in Deutschland“ weist auf die besonders Betroffenen und auf Armutsursachen. Auch rassistische Äußerungen steigern das Armutsrisiko.
In jeder fünften Familie in Deutschland ist ein Elternteil allein oder getrennt erziehend, so der Bericht der Bundesregierung; insgesamt sind das 1,7 Millionen Alleinerziehende mit Kindern unter 18 Jahren.
Personalnot im Allgemeinen Sozialdienst, finanzieller Druck und fehlende Jugendhilfeangebote gefährden Kinder und Jugendliche. Dazu berichtet aktuell die ARD.
Bei den Wahlen am 23. Februar geht auch um den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und um die Chancen ihrer schwächsten Mitglieder. Über Themen dazu informiert die Diakonie Deutschland auf einer Kampagnenwebsite.
In Ausnahmesituationen will die NRW-Regierung fachliche Standards in Kindertagesstätten absenken. Dagegen protestieren Eltern. Der Städte- und Gemeindebund begrüßt das Vorhaben.
Die nordrhein-westfälischen Jugendämter nahmen im vergangenen Jahr mehr als 17.000 Kinder und Jugendliche in Obhut. Im vorausgegangenen Jahr waren es mit 16.546 Betroffenen etwas weniger. Fast die Hälfte der gemeldeten Fälle waren Inobhutnahmen von Minderjährigen, die unbegleitet aus dem Ausland eingereist waren.
Heute tritt das Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf den Geschlechtseintrag (SBGG) in Kraft. Dadurch wird trans-, intergeschlechtlichen und nichtbinären Personen die Änderung ihres Geschlechtseintrags und ihres Vornamens erleichtert. Anmeldungen dazu beim Standesamt waren bereits ab dem 1. August 2024 möglich.
Über die aktuellen Diskussionen zu Migration und Asyl besorgt zeigt sich ein Bündnis aus 69 zivilgesellschaftlichen Organisationen. „Getrieben durch die extreme Rechte erleben wir immer häufiger Diskussionen und Haltungen, die auf Ausgrenzung und Abschottung zielen“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Über eine Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen hatten im Schuljahr 2023/24 eine Zuwanderungsgeschichte. Das waren 43 Prozent aller Kinder und Jugendlichen an allgemeinbildenden oder beruflichen Schulen, berichtet IT.NRW als statistisches Landesamt. Regionale Unterschiede sind groß.
In Nordrhein-Westfalen steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien wieder: 58.422 waren es im Jahr 2023 gegenüber 57.077 im Jahr zuvor, ein Plus von 2,4 Prozent. Das meldet IT.NRW als Statistisches Landesamt und berichtet dazu, auf welche jungen Menschen und Hilfeformen sich die Leistungen der NRW-Jugendämter verteilen.
Der 17. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung sieht Herausforderungen durch Krieg, Corona-Pandemie, Klimawandel, Demokratiefeindlichkeit und den Fachkräftemangel.
„Über Geld spricht man nicht: Geld hat man.“ Das sagt der Volksmund und mancher wird dabei denken: „Schön wär’s, aber ich habe kein Geld: Ich habe Schulden.“ Fast 600.000 Menschen in Deutschland suchten im vergangenen Jahr eine Schuldnerberatungsstelle auf.
Mehr als die Hälfte der nordrhein-westfälischen Grundschulkinder besuchte im zurückliegenden Schuljahr ein schulisches Ganztagsangebot. Wie das Statistische Landesamt NRW weiter berichtet, steigen die Zahlen kontinuierlich an.
In den zurückliegenden zehn Jahren hat sich die Fachkräftelücke in Sozial- und Gesundheitsberufen mehr als verdreifacht. In der Kinderbetreuung und -erziehung sowie in der sozialen Arbeit ist die Fachkräftelücke im Jahresdurchschnitt 2023 am größten.
Mitarbeitende in der Kinderbetreuung und -erziehung sind häufiger arbeitsunfähig erkrankt als der Durchschnitt aller Berufsgruppen. Wie die Bertelsmann Stiftung in einer aktuellen Studie ausweist, waren die Beschäftigte in Kinderbetreuung und -erziehung 2023 durchschnittlich an etwa 30 Tagen arbeitsunfähig – gegenüber rund 20 Tagen bei allen Berufsgruppen.
Ein lockerer Start mit einem regen Kommen und Gehen, Sport und Spiele in Gruppen – drinnen oder draußen, ein biblischer Impuls und das gemeinsame Essen: So lässt sich kurz der Programmablauf im KidsClub in Hückeswagen-Wiehagen beschreiben , der jetzt – nach den Sommerferien – gut besucht ist.
Studierende am Berufskolleg Bleibergquelle haben in einem Videotutorial Bastelangebote für jede der vier Jahreszeiten festgehalten. Die Ideensammlung gibt es auf YouTube.
Kinder aus akademischen Haushalten erreichen deutlich häufiger einen Hochschulabschluss als andere Kinder, errechnete das Bundesamt für Statistik. Wer im Kleinkindalter zugewandert war, hat als Erwachsener mit 24 % ähnlich oft einen Hochschulabschluss wie Erwachsene ohne Einwanderungsgeschichte.
Die Gefährdetenhilfe Scheideweg besucht mit ehrenamtlichen Mitarbeitern 14 Justizvollzugsanstalten in Nordrhein-Westfalen und sie unterstützt in ihren Wohngemeinschaften junge Menschen aus sozialen Krisen bei einem Neuanfang. Dazu gehören Betriebe mit ihren Angeboten ans Arbeitstraining und Ausbildung. Nils Andersen hat gerade bei Geschenke Scheideweg seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann beendet. Hier berichtet Nils, was ihm heute Halt gibt.
Etwa 3,3 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen galten 2023 als armutsgefährdet. Das entspricht einem Bevölkerungsanteil von 18,3 Prozent. Im zurückliegenden Jahr galt ein Einpersonenhaushalt in NRW mit weniger als 1.233 Euro netto pro Monat als von Armut bedroht. Das stärkste Armutsrisiko trifft Alleinerziehende und ihre Kinder. Wenig überraschend steigert Arbeitslosigkeit das Armutsrisiko.
Bereits mit 18 Monaten zeigen Kinder Mitgefühl. Mimik und Äußerungen dieser Kinder lassen erkennen, dass sie das Leid anderer Menschen berührt. Das geht aus einer an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführten Studie hervor. Danach lassen sich Kleinkinder schon früh von Gefühlen anderer wie Angst oder Trauer anstecken.
Die Zahl extremistische Vorfälle an Schulen steigt in mehreren Bundesländern deutlich. Das gilt zumindest für die Bundesländer, die bei einer Umfrage der „Welt am Sonntag“ entsprechende Statistiken vorlegten. Zu den gemeldeten Vorfällen zählen etwa „Judenwitze“, „Sieg Heil“-Schriftzüge und „Hitlergrüße“ im Klassenzimmer.
Vom 11. bis 24. März finden deutschlandweit die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt. Das Thema lautet: „Menschenrechte für alle“. Vereine, Wohlfahrtsverbände, Kirchen und andere Akteure bieten während dieser Tage unterschiedliche Veranstaltungen: Workshops, Diskussionsrunden und kulturelle Beiträge sollen Bewusstsein für Rassismus und Diskriminierung in der Gesellschaft schaffen.
Hoffnungshäuser integrieren Familien und einzelne Menschen nach der Flucht in eine Gemeinschaft. Auch in Deutschland Geborene leben in diesen Häusern, die so Gelegenheiten zu interkulturellen Begegnungen und Freundschaften bieten. Träger dieser Häuser ist die Hoffnungsträger Stiftung aus Leonberg (bei Stuttgart). Angelika Röhm lebt mit ihrer Familie in einem Hoffnungshaus.
In der Hordtherberge des Jugendhilfeträgers „Wendepunkt“ in Velbert werden sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren intensivpädagogisch begleitet. Einrichtungsleiter Thomas Clever und der Schauspieler Christoph Schlemmer haben mit den Jugendlichen ein Theaterprojekt umgesetzt.
„Die Arche ist eine Stiftung, die sich für Kinder und Jugendliche in Armut engagiert. Hier bekommen sie ein warmes Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben.“
Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat seinen Abschlussbericht zur Situation ukrainischer Geflüchteter und den kommunalen Unterstützungsstrukturen vorgelegt. Insgesamt sei „die Situation für alle Geflüchteten sehr belastend und mit der Anstrengung verbunden, den Übergang von der Ukraine nach Deutschland möglichst bruchlos zu bewältigen“, heißt es in der Zusammenfassung. 2mind sprach mit der DJI-Mitarbeiterin Sophia Chabursky über die Situation junger Geflüchteter aus der Ukraine.
„Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ heißt eine internationale Bildungskampagne, die junge Menschen in einem zukunftsfähigen Handeln unterstützen will. Im Hintergrund steht das seit 2020 laufende UNESCO-Programm „Education for Sustainable Development“. BNE ist damit zugleich ein Thema für Jugendarbeit und Jugendhilfe. Der „Deutsche Kinder- und Jugendhilfepreis 2024 lenkt nun die Aufmerksamkeit darauf.
Aus nordrhein-westfälischen Kitas werden aktuell deutlich mehr Gewaltfälle gemeldet als noch vor drei Jahren. Das geht aus Zahlen der NRW-Landesregierung hervor, die in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der NRW-Landtagsfraktion enthalten sind. Danach wurden im Jahr 2020 insgesamt 21 sexuelle Übergriffe durch Mitarbeitende gemeldet; 2022 waren es 37 Fälle.
Im Jahr 2006 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Seit 2009 ist diese Konvention in Deutschland verbindlich; bei der Umsetzung bestehen allerdings erhebliche Lücken. Das bescheinigt der zuständige UN-Ausschuss in einem in der vergangenen Woche vorgelegten Bericht.
Der geplante Bau eines Kinderheims im Hamburger Stadtteil Groß Borstel sorgte am vergangenen Samstag für eine Demonstration. Insbesondere Kinderrechtsaktivisten und ehemalige Heimkinder protestierten dagegen, dass in der „Casa Luna“ ein Bereich für eine geschlossene Unterbringung entstehen soll.
In zahlreichen Ländern werden tragische Zustände in der Heimerziehung aufgearbeitet. Ein besonders menschenverachtendes Beispiel wird aus Irland berichtet: Dort wurden bereits 1975 in einer nicht mehr benutzten Klärgrube auf dem Gelände eines ehemaligen Heimes für vernachlässigte Frauen mit Kindern zahlreiche Skelette gefunden.
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat ihren „Bildungsmonitor 2023“ vorgelegt. Danach hat sich das Bildungsniveau in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren dramatisch verschlechtert. Nordrhein-Westfalen erreicht nur den 13. Platz unter 16 Bundesländern. Mit Blick auf die Situation in Kindertagesstätten und im Ganztag liegt NRW mit Platz 10 im unteren Mittelfeld.
Am Freitag wurden den Absolvierenden des Berufspraktikums 2022/23 am Berufskolleg Bleibergquelle in einer kleinen Feier ihre Abschlusszeugnisse übergeben. Dabei kamen – humorvoll – die unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Distanzunterricht während der Corona-Zeit zur Sprache.
Ein prominenter AfD-Politiker positioniert sich gegen das „Ideologieprojekt“ Inklusion, Deutschland muss sich vor einem Fachausschuss der Vereinten Nationen (UN) für die Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention verantworten: In diesen Tagen diskutiert ein größerer Teil der Öffentlichkeit über Inklusion als sonst. Kritische Töne überwiegen.
Der Wettbewerb mit dem Motto „LeseOase, ein Gewinn für Ganztag und Hort“ prämiert die Schaffung einer lesefreundlichen Umgebung sowie die Umsetzung von freizeitpädagogischen und kinderrechtsbasierten Aktivitäten zur Leseförderung. Veranstaltet wird er von der Kinderrechtsorganisation Save the Children.
Diese erhalten ihre erste Mahlzeit in der Tageseinrichtung. „Wir müssen die Realitäten anerkennen und dazu gehört, dass das gemeinsame Essen in der Kita unersetzlich ist“, erklärte die niedersächsische Ernährungsministerin Miriam Staudte.
Der Anteil der Männer am pädagogischen Kita-Personal ist von 4,1 % im Jahr 2012 auf 7,9 % im Jahr 2022 gestiegen, berichtet das Statistische Bundesamt. In der Kindertagespflege sieht es noch „dünner“ aus, der Trend aber verläuft ähnlich.
Bildungsgangleiterin Susanne Gudd-Portugall im Interview: „Studierende können ihre Probleme und Beobachtungen in der Praxis unmittelbar in den Unterricht tragen.“
Über den Fall eines „Springers“ aus Erkrath berichten lokale und überregionale Medien. Hinweise auf einen sexuellen Missbrauch in den Kitas gibt es danach nicht.
Steigende Fallzahlen und fehlende Mitarbeiter in der Jugendhilfe: Die Zahl der Verdachtsverfahren auf Kindeswohlgefährdung stieg um fast 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr und mehr als 100 Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Aber den Jugendämtern und freien Trägern fehlen Fachkräfte.
Werden Eltern während der Grundschulzeit ihrer Kinder arbeitslos, verringert sich die Chance dieser Kinder auf das (Fach-) Abitur. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Forscher haben Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet. Die Arbeitslosigkeit der Eltern kann laut Forschern tatsächlich als Ursache für die schlechteren Bildungsergebnisse ihrer Kinder festgestellt werden.
Die hohe Arbeitsbelastung von pädagogischen Fachkräften führt zu höheren Fehlzeiten und mehr Krankschreibungen. So sehen es 97 Prozent der Kita-Leitungen, die an einer Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) teilnahmen. 95 Prozent erleben einen verschärften Personalmangel und das Problem, geeignete Bewerber für offene Stellen zu finden. „Das sind erschreckende Ergebnisse, die deutlich machen, dass die Politik ihrer gesetzlichen Verantwortung nicht gerecht wird. Sie sind ein eindringlicher Hilferuf und die Verpflichtung zum Handeln“, so Tomi Neckov, stellvertretender Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). Der Verbandsvertreter fordert mehr Geld für die Kitas.
Am Samstag wurde die Einweihung der Grundschule Bleibergquelle gefeiert. Seit dem 10. Februar wird in dem Neubau unterrichtet – derzeit zwei erste Klassen. Mit jedem Schuljahresbeginn werden weitere Klassen hinzukommen und nach dem Konzept der „Draußenschule“ lernen. Dabei verlassen die Klassen einmal pro Woche das Schulgebäude und sind in der Natur oder der Region unterwegs: ein ökologisches Bildungsverständnis, das Lernen in und von der Natur ermöglicht. Zugleich wird die Schule ihre Schülerinnen und Schüler auf das Leben in einer zunehmend digitalen Welt vorbereiten, wie Schulleiter Arnfried Szymanski auf der Einweihungsfeier sagte.
„Eine angemessene, das Kindeswohl wahrende Aufnahme, Versorgung, Betreuung und Begleitung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMF) ist derzeit an vielen Orten Deutschlands nicht mehr gewährleistet.“ Mit diesem Statement trat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Dezember an die Öffentlichkeit. Das Positionspapier wurde inzwischen von über 370 Dachverbände, Träger, Organisationen und Einzelpersonen unterzeichnet. Die Kernforderung darin lautet: „Kindeswohl für alle Kinder und Jugendlichen sichern“. In dieser Woche hat das Bundesfamilienministerium Gesprächsbereitschaft signalisiert. Und so sieht es in Nordrhein-Westfalen aus …
„Sexuelle Gewalt unter Jugendlichen darf kein Tabuthema sein“, unter diesem Motto steht die aktuelle Website #UNDDU?. Das Online-Angebot widmet sich insbesondere der sexualisierten Gewalt, die von Jugendlichen selbst ausgeht. Das Angebot will die sexuelle Selbstbestimmung Jugendlicher, eine klare Haltung gegen sexualisierte Gewalt fördern und Fachleute für das Thema sensibilisieren.
Junge Erwachsene wollen mehr über die NS-Zeit wissen: über historische Orte und Gegenwartsbezüge. Das geht aus der in dieser Woche vorgestellten MEMO-Jugendstudie hervor, die von der Universität Bielefeld im Auftrag der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) erstellt wurde. Gleichzeitig zeigten sich aber auch Lücken mit Blick auf das Wissen zu grundlegenden historischen Fakten.
Ab August 2026 sollen alle Kindern der ersten Klassenstufe an deutschen Grundschulen einen Platz in Ganztagsbetreuung finden können. Bis dahin ist noch viel zu tun. In NRW steht für etwas mehr als die Hälfte der Grundschulkinder ein Ganztagsangebot zur Verfügung. Aber: Es geht nicht nur um die Zahl der Plätze, sondern auch um die Qualität der pädagogischen Arbeit im offenen Ganztag.
„Es braucht in den Kitas ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot von morgens halb sieben bis abends neun Uhr.“ Das sagte Peter Adrian (65), Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), der „Bild am Sonntag“ (gestrige Ausgabe). Um das zu ermöglichen, will der DIHK-Präsident Arbeitskräfte für die Kita gewinnen, die „vielleicht nicht allen Ausbildungskriterien genügen“. Der Hintergrund: Jedes Jahr müssen rund 400 000 Fachkräfte ersetzen, die in Rente gehen. Bei Frauen sieht der DIHK-Präsident Beschäftigungspotenziale.
Nach WDR-Recherchen brechen viele angehende Erzieherinnen und Erzieher ihre Ausbildung ab. Dem Besuch der Fachschule ist häufig eine Ausbildung in der Kinderpflege oder der Sozialassistenz vorgeschaltet. Nach dem gestern veröffentlichten WDR-Bericht liegt die Abbrecherquote dort bei 19. Prozent. Derzeit befinden sich laut WDR etwa 9.000 junge Menschen in NRW in einer Erzieher:innen-Ausbildung, erforderlich seien in diesem Jahr aber 25.000 neue Fachkräfte.
Mehr Quereinsteigerinnen, mehr FSJ-ler in Kitas, mehr Plätze in der praxisintegrierten Ausbildung zur Kinderpflegerin: Das sind Eckpunkte eines „Sofortprogramms Kita“, mit denen die nordrhein-westfälische Landesregierung auf den andauernden Fachkräftemangel in Kindertageseinrichtungen reagiert. In ihrer Veröffentlichung dazu betont die Landesregierung, dass dieses Sofortprogramm in engem Austausch mit den kommunalen und freien Trägern entstand. Gewerkschaften reagieren unterschiedlich.
Am Freitag (27. Januar) wurde der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die „Rote Armee“ am 27. Januar 1945. Angesichts des Erstarkens rechtsextremer Strömungen und Parteien und der Zunahme antisemitischer Verschwörungsnarrative fordern zwei große deutsche Bildungsgewerkschaften mehr Investitionen in die Präventionsarbeit gegen Antisemitismus.
Etwa 2,9 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind armutsgefährdet. Besonders betroffen sind die Kinder Alleinerziehender sowie Familien mit drei oder mehr Kindern. Insgesamt ist mehr als jedes fünfte Kind von Armut bedroht. Das Thema Armut darf in Bildungseinrichtungen nicht tabuisiert werden. Und die Kindergrundsicherung müsse schnellstmöglich umgesetzt werden, so die Bertelsmann Stiftung.
Freude Arbeit mit kleinen Kindern transportieren und Einblicke in den Beruf vermitteln – das will Baden-Württemberg mit der Kampagne „Mehr bekommst Du nirgendwo!“. „Wir brauchen noch mehr gut qualifiziertes Personal in unseren Kitas, um den steigenden Betreuungsbedarf zu decken und den pädagogischen Fachkräften bessere Arbeitsbedingungen bieten zu können“, so Staatssekretär Volker Schebesta zum Start der Kampagne am 18. Januar. Erzieher:innen in der Jugendhilfe stehen nicht im Fokus der Werbekampagne.
Die den Landesjugendämtern gemeldeten Fälle von pädagogischem Fehlverhalten und Gewalt in nordrhein-westfälischen Kitas steigen deutlich. Wie die „Neue Westfälische“ (NW) gestern mitteilte, ist die Entwicklung im Rheinland besonders eklatant. Berichte über Gewalt und Fehlverhalten in Kitas kommen allerdings aus mehreren Bundesländern. Das liegt auch an einer gestiegenen Sensibilität.
Sozialraumorientiertes Arbeiten gilt als ein unverzichtbarer Standard für pädagogische Einrichtungen. Die gestern vorgestellte interaktive Toolbox „Wir & Hier“ will dazu Inspirationen vermitteln. Sie richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende in Diakonie und Kirchengemeinden und wurde von der Evangelischen Arbeitsstelle midi entwickelt.
Seit dem 1. Januar steht die Berliner Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse der Kultusministerkonferenz (KMK) vor. Die SPD-Politikerin will insbesondere die Qualität des offenen Ganztags in Grundschulen in den Blick nehmen. “Unsere Kleinen sollen pädagogisch wertvoll gefördert werden”, so Busse im Dezember gegenüber der Presse. Die KMK-Präsidentin verweist dabei auf den ab dem Schuljahr 2026/27 geltenden Rechtsanspruch auf ganztägige Förderung an Grundschulen.
Singen Kinder im Alter bis zu 3 Jahren? Ja, allerdings fehlen Lieder für diese Altersgruppe. Ein Team am Berufskolleg Bleibergquelle (Velbert) wollte das ändern und entwickelte das Kita-Kinderlieder Werkbuch „Ich freu mich auf den Tag“
Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, steigende Energiekosten, Inflation und der Preisanstieg im Lebensmitteleinzelhandel: Was die einen finanziell schmerzt, wirkt für andere existenzbedrohend. Das bekommen auch die Tafeln zu spüren, die rund zwei Millionen Menschen regelmäßig mit Lebensmitteln unterstützen.
Wie wirken sich die großen Krisen Klimawandel, Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg auf die Menschen am Anfang globaler Lieferkette aus? Darüber sprachen wir mit Claudia Brück, Vorstand Kommunikation und Politik bei Fairtrade Deutschland. Im September besuchte die NGO-Managerin das westafrikanische Ghana, aus dem ein großer Teil des in Europa konsumierten Kakaos stammt – aber auch Bananen, frische und getrocknete Früchte.