Kategorie: Sucht

  • Sucht, psychisches Leid und die Pflege hinter Gittern

    Sucht, psychisches Leid und die Pflege hinter Gittern

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    Ein Fachzeitschrift zur Gesundheitsförderung berichtet über die medizinische Versorgung in Haft.

    Hannover (2mind) – Wie steht es um die Gesundheit der 81.000 Menschen, die jährlich in deutschen Justizvollzugsanstalten inhaftiert sind? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 128. Ausgabe der Zeitschrift „Impulse für Gesundheitsförderung“ (September 2025). Kernbefund der Ausgabe: Viele später inhaftierte Menschen befinden sich bereits vor der Haft in einer schlechten gesundheitlichen Situation. Bei einzelnen Menschen verbessert sich die körperliche Situation während der Inhaftierung; bei zahlreichen Gefangenen wirken die Haftbedingungen dagegen nicht gesundheitsförderlich. Die Erkenntnisse im Einzelnen:

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  • Essstörungen: Deutliche Zunahme der Klinikbehandlungen von jungen Frauen

    Essstörungen: Deutliche Zunahme der Klinikbehandlungen von jungen Frauen

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    Welchen Einfluss besitzen Social Media auf diesen Trend? Das Gespräch mit der Psychiaterin Heike Thomas, DGD Klinik Hohe Mark

    Wiesbaden / Oberursel (2mind) – Immer mehr Mädchen und weibliche Jugendliche kommen mit Essstörungen in stationäre Krankenhausbehandlung. Innerhalb der letzten 20 Jahre haben sich die Behandlungszahlen für 10- bis 17-Jährige verdoppelt, berichtete das Statistische Bundesamt in dieser Woche. Während sich die Gesamtzahl der Behandlungen wegen Essstörungen kaum veränderte, stieg der Anteil der Kinder und Jugendlichen von 23,4% im Jahr 2003 auf 49,3% im Jahr 2023. Etwa 3.000 junge Patientinnen wurden 2003 wegen Essstörungen behandelt, 20 Jahre später waren es etwa 6.000 junge Menschen.

    Frauen sind mit 93,3% der Behandelten im Jahr 2023 deutlich häufiger von Essstörungen betroffen als Männer. Mit durchschnittlich etwa 53 Tagen lag die Behandlungsdauer bei Essstörungen deutlich über dem Durchschnitt anderer Erkrankungen. 2023 wurden zudem 78 durch Essstörungen verursachte Todesfälle erfasst.

    In den Medien wird in dieser Woche mit Schlagzeilen wie „#Skinnytok: Magerwahn durch Social Media“ und „Mehr Essstörungen bei jungen Mädchen – Experten fordern Social-Media-Regeln von der Politik“ zu den steigenden Zahlen berichtet. Wie steht es um den Zusammenhang zwischen Social Media und der Entstehung von Essstörungen?

    Social Media und Körperideale

    Oberärztin Dr. Heike Thomas (Foto: DGD Klinik Hohe Mark)

    Heike Thomas ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie an der DGD Klinik Hohe Mark in Oberursel bei Frankfurt. „Dass soziale Medien immer schon eine Rolle gespielt haben im Zusammenhang mit Essstörungen, steht für mich außer Frage“, sagt Thomas.

    Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sei der Bedarf in der Kinder- und Jugendpsychiatrie deutlich gestiegen. Beigetragen hätten Einsamkeit, soziale Isolation und auch eine höhere Mediennutzung. Allerdings: „Essstörungen gibt es schon extrem lange“, so Thomas – Jahrhunderte vor der Erfindung digitaler Medien. Bereits „im Mittelalter haben Mädchen gefastet, um sich unattraktiver zu machen und einer erzwungenen Heirat zu entgehen“, so die Oberärztin.

    Sicher hätten die Medien einen Einfluss, indem sie etwa die Möglichkeit zu Vergleichen oder zum Austausch mit anderen steigerten. Bedeutsam sei auch die „Möglichkeit, in Social-Media-Kanälen das eigene Aussehen zu manipulieren.“ Medien nehmen Einfluss auf Körperideale und das Körperbild – und damit auch auf die Entstehung von Essstörungen. Aber Essstörungen seien eine multifaktorielle Erkrankung, so Thomas weiter, deshalb funktioniere es nicht zu sagen: „Die Medien werden abgestellt und die Essstörung ist wieder im Griff.“

    Mehr als eine Ursache

    Einfluss auf die Entwicklung von Essstörungen besitzen etwa genetische Belastungen oder familiäre Einflüsse, Gleichaltrigengruppen und etwa die Konkurrenz in bestimmten Mädchencliquen. Wie Thomas weiter berichtet, wird aktuell insbesondere zu der Fragestellung geforscht: „Mit welchem Anteil ist die Essstörung psychotherapeutisch zu behandeln“ und „inwieweit ist sie eine somatische Erkrankung“? So wird etwa der Einfluss von Mikroorganismen im Darmtrakt auf die Entstehung von Essstörungen untersucht.

    Mit der Klinikaufnahme werden die Patientinnen angehalten, in den ersten Wochen auf die Nutzung sozialer Medien zu verzichten und sich auf sich selbst zu fokussieren.

    In der psychotherapeutischen Behandlung geht es insbesondere um Körperbilder – und bei vielen Patientinnen spielen dabei soziale Medien eine Rolle. Aber, so Thomas weiter: „Die Auseinandersetzung mit Social Media steht bei uns nicht im Vordergrund.“

    Breites Behandlungsspektrum

    Für die Patientinnen sei es wichtig, an regelmäßiges Essen herangeführt zu werden und die Essensaufnahme wieder selbst steuern können. Anfangs bekommen die Patientinnen auf einem Tablet eine vorher besprochene Essensration serviert, die es aufzuessen gilt. Später lernen sie, aus einem vielseitigen Angebot die eigene Nahrung auszuwählen. Dazu werden individuelle Essverträge geschlossen und Essprotokolle geführt, die mit einer Bezugspflegekraft besprochen werden. Zum multimodalen Behandlungssystem gehören therapeutische Einzel- und Gruppengespräche, Psychoedukation, Bewegungs-, Ergo- und Maltherapie sowie in der christlichen Klinik ein reichhaltiges Seelsorgeangebot.

    „Die Handynutzung in Therapien und Gruppenzusammenhängen ist nicht gestattet“, sagt Thomas. Allerdings komme man mit Verboten und Regularien nur begrenzt weiter. „Wichtig ist, sich über den Beziehungsaspekt mit den Patientinnen auseinanderzusetzen.“


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    Dieser Text ist offen lizenziert (CC BY-SA 4.0) und darf unter Nennung des Verfassers „2mind“ offen geteilt weiterverwendet werden.

  • Massive Schäden durch Alkohol – Crack in lokalen Drogenszenen

    Massive Schäden durch Alkohol – Crack in lokalen Drogenszenen

    Das soeben erschienene DHS Jahrbuch Sucht 2025 steht als eBook mit den aktuellen Statistiken zu den verschiedenen Suchtformen und Fachtexten zu aktuellen Themen kostenlos zum Download zur Verfügung.

    Hamm (2mind) – Das Jahrbuch Sucht 2025 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e. V. (DHS) ist soeben erschienen. Es zeigt aktuelle Entwicklungen und Probleme im Bereich Sucht und Drogen auf. Besonders der Alkoholkonsum in Deutschland wird kritisch beleuchtet: Alkohol sei hier so günstig wie in keinem anderen europäischen Land, was zu hohen gesundheitlichen Schäden und Folgekosten von über 57 Milliarden Euro jährlich führe. Die DHS kritisiert die seit Jahrzehnten unveränderten Verbrauchsteuern auf Alkohol und fordert Preiserhöhungen, um den Konsum zu senken und die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Das Jahrbuch steht als eBook kostenlos auf der > DHS-Website zum Download bereit.

    Auch beim Tabak- und Nikotinkonsum sieht die DHS Handlungsbedarf. Laut der aktuellen Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA-Studie) rauchten 2024 etwa 30,4 % der Bevölkerung, wobei der Anteil bei Jugendlichen geringer ist. Der Konsum von E-Zigaretten, Tabakerhitzern und Wasserpfeifen nimmt seit 2018 zu, besonders bei jungen Erwachsenen. Gleichzeitig ist der Absatz von Fertigzigaretten erstmals seit 2019 wieder gestiegen. Rauchen bleibt eine der Hauptursachen für vorzeitige Sterblichkeit. Die DHS fordert daher stärkere Maßnahmen zur Prävention und Regulierung.

    Im Bereich illegaler Drogen zeigt das Jahrbuch: 1,2 % der Jugendlichen und 3,6 % der Erwachsenen haben in den letzten zwölf Monaten mindestens eine illegale Droge konsumiert. Besonders problematisch ist der Mischkonsum und das Auftauchen gefährlicher Substanzen wie Crack und Fentanyl in lokalen Drogenszenen. Die DHS betont, dass Suchterkrankungen durch Prävention und Behandlung hohe Folgekosten vermeiden könnten – die Bundesregierung müsse dringend handeln.

    Neben Daten zu unterschiedlichen Suchtformen – darunter auch Glücksspiel und Internetnutzungsstörung – enthält das Jahrbuch Fachtexte zu aktuellen Themen, etwa zu ADHS und Abhängigkeit.

    Der > Link zum kostenlosen Download

  • Kokainkonsum steigt deutlich

    Kokainkonsum steigt deutlich

    Foto: Colin Davis auf Unsplash

    Stimulierende Drogen und die dadurch verursachten Gesundheitsschäden bilden eine Herausforderung 2025. Hoch ist der Anteil der Menschen mit Suchtproblematik besonders im Jugendstrafvollzug.

    Berlin (2mind) – Immer mehr Menschen in Deutschland konsumieren Kokain und andere stimulierende Drogen. Der Anteil der Kokain-konsumierenden Erwachsenen zwischen 18 und 59 Jahren stieg von 0,6 Prozent (2015) auf 1,6 Prozent (2021). Das geht aus dem im Dezember veröffentlichten jährlichen Bericht der Deutschen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) hervor.

    Danach ist zugleich der der Anteil von Beratungen und Behandlungen wegen Kokain – ambulant wie stationär – auf etwa 10 Prozent gestiegen. Über die deutlich steigenden Behandlungszahlen von Kokainkonsumierenden hatte im November auch das Barmer Instituts für Gesundheitsforschung berichtet. Einen Rekordwert erreichten in Deutschland zudem mit 43 Tonnen im Jahr 2023 die Sicherstellungen von Kokain – gegenüber acht Tonnen in 2017.

    „Die Lage ist ernst“, sagte der Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Burkhard Blienert. „Auch in diesen unsicheren Zeiten, in denen Krisen und Kriege viele Menschen beunruhigen, dürfen wir Drogenkonsumierende und Suchtkranke nicht weiter an den Rand der Gesellschaft schieben oder gar ins Unsichtbare.“ Blienert verwies darauf, dass die Zahl der Drogentoten mit 2227 Fällen in 2023 auf dem höchsten Wert seit der Datenerfassung lag.

    Sucht und Strafvollzug

    Der sogenannte REITOX-Bericht bietet einen Überblick zum Konsumverhalten in der Altersgruppe der 12- bis 64-Jährigen. In einem „Workbook Gefängnis“ bietet der Bericht Informationen zur Lage im Strafvollzug. Danach hatten zum Stichtag 31.03.2023 im Jugendstrafvollzug 57 Prozent der Inhaftierten bei Haftantritt eine Suchtproblematik; im geschlossenen Vollzug waren es 46 Prozent und im offenen Vollzug 22 Prozent.

    Der REITOX-Bericht und seine Workbooks im Internet: https://www.dbdd.de/

    Dieser Text von 2mind ist lizenziert unter CC BY-SA 4.0

  • Barmer: Kokainmissbrauch geradezu explodiert

    Barmer: Kokainmissbrauch geradezu explodiert

    Foto: Colin Davis auf Unsplash

    Berlin (2mind) – Der Kokainkonsum in Deutschland steigt enorm, darauf weisen Zahlen des Barmer Instituts für Gesundheitsforschung (bifg): Danach waren 2013 bundesweit 19.700 Menschen wegen Kokainmissbrauchs in ärztlicher Behandlung. Zehn Jahre später – 2023 – waren es bereits 65.000 Menschen. „Das wahre Ausmaß wird noch viel größer sein, da wir nur den Bruchteil der Betroffenen in ärztlicher Behandlung sehen“, so die Leitende Medizinerin bei der Barmer, Ursula Marschall.

    Nach Recherchen der Krankenkasse waren mit 50.600 Patienten und 14.400 Patientinnen Männer besonders häufig wegen Kokainkonsums in Behandlung. Den höchsten Anteil machten Männer zwischen 20 und 39 Jahren sowie 40 und 59 Jahren aus. Marschall wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Kokain wegen seiner stimulierenden und aufputschenden Wirkung als Leistungsdroge bezeichnet werde. Die Medizinerin weiter: „Der vergleichsweise starke Kokainkonsum bei jungen Männern könnte auf einen massiven Leistungsdruck hindeuten, dem sie sich offenbar ausgesetzt sehen. Sei es im Beruf oder im Privatleben“.

    Die Analysen der Barmer weisen auf große regionale Unterschiede: So waren im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen 15.280 Menschen betroffen, in Thüringen waren es dagegen 810 Betroffene.

  • Weltdrogentag: Mehr Einsatz für Drogenprävention gefordert

    Weltdrogentag: Mehr Einsatz für Drogenprävention gefordert

    Opium (Foto: Tim Cooper auf Unsplash)

    Düsseldorf (2mind) – Mindestens 261 Menschen starben 2022 in Nordrhein-Westfalen durch den Einfluss psychotroper Substanzen: 154 Menschen kamen aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen ums Leben. Weitere 107 Menschen starben aufgrund von Vergiftungen durch Betäubungsmittel, wie der Landesbetrieb IT.NRW als statistisches Landesamt heute mitteilt. In etwa der Hälfte der Fälle sei die Selbsttötung beabsichtigt gewesen. Die Statistik verzeichnet einen leichten Rückgang der Zahl der Drogentoten (um 1,9%).

    Das statistische Landesamt gab die Zahlen anlässlich des heutigen Weltdrogentages heraus. Der Aktionstag geht auf einen Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 1987 zurück. Das „Office of Drugs and Crime“ der Vereinten Nationen wirbt anlässlich dieses Tages mit dem Slogan: „Die Fakten sind eindeutig: Investieren Sie in Prävention“.

    Dass mehr Investitionen in Prävention gebraucht werden, belegt der European Drug Report 2024. Dort heißt es: „Heute wirken sich Drogenprobleme fast überall aus. Im Inland zeigen sie sich in anderen komplexen politischen Problemen wie Obdachlosigkeit, dem Umgang mit psychischen Störungen und Jugendkriminalität und verschärfen diese.“ Dabei schadet der Drogenkonsum nicht nur einzelnen Menschen, sondern auch der Gesellschaft und der Umwelt, wie auch der am Weltdrogentag erschienene Weltdrogenbericht 2024 ausweist:

    „Organisierte kriminelle Gruppen nutzen Instabilität und Lücken in der Rechtsstaatlichkeit, um ihren Drogenhandel auszuweiten“. Das schädige Ökosysteme und erhalte andere Formen der Kriminalität wie den Menschenhandel aufrecht. Weiter heißt es in dem Bericht: „Die Kokainproduktion erreicht Rekordhöhen, wobei die Produktion in Lateinamerika steigt, während der Drogenkonsum und die Märkte in Europa, Afrika und Asien expandieren. Synthetische Drogen fügen Menschen und Gemeinschaften ebenfalls großen Schaden zu, was auf einen Anstieg des Methamphetaminhandels in Südwestasien, dem Nahen und Mittleren Osten und Südosteuropa sowie auf Fentanyl-Überdosen in Nordamerika zurückzuführen ist.“

    Differenzierte Hintergründe zu Drogenkonsum und Drogenhilfe bietet das „DHS Jahrbuch Sucht 2024“. Das von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen herausgegebene Werk > ist erstmals kostenlos als PDF-Download verfügbar.

  • Wechsel ins Erwachsenenalter ein Hauptkrisenherd

    Wechsel ins Erwachsenenalter ein Hauptkrisenherd

    Kinder mit fetaler Alkoholspektrumstörung (FASD) in der Jugendhilfe

    Foto: Unsplash+

    Mönchengladbach (2mind) – Jochen Merkel ist Bereichsleiter bei der Hephata-Jugendhilfe. Der Diplom-Pädagoge und systemische Berater hat sich zur FASD-Fachkraft weitergebildet. An mehreren Standorten begleitet die Hephata-Jugendhilfe in ihren Gruppen kognitiv eingeschränkte Kinder und Jugendliche, darunter Kinder mit Autismus-Spektrum-Störungen und fetaler Alkoholspektrumstörung (FASD). Letztere wird primär durch den Alkoholkonsum während der Schwangerschaft verursacht; bereits ein gelegentlicher Alkoholkonsum kann das Risiko für FASD erhöhen. 2mind sprach mit dem Pädagogen über die Begleitung von Kindern mit FASD in der Jugendhilfe. Die Fragen stellte Achim Halfmann.

    2mind: Das Thema FASD wird in der Jugendhilfe derzeit stark diskutiert.

    Jochen Merkel (Foto: Ev. Stiftung Hephata)

    Jochen Merkel: Ja, die Informationen dazu werden immer mehr – ähnlich wie vor einigen Jahren bei der Autismus-Spektrum-Störung. Das Wissen über FASD steckt in Deutschland aber noch ziemlich in den Kinderschuhen – anders als etwa in den USA oder Kanada -, aber es bewegt sich vieles auf diesem Gebiet: Derzeit befindet sich ein Bundesverband mit dem Schwerpunkt FASD in Gründung. Es gibt bundesweit verschiedene Weiterbildungsangebote zur FASD-Fachkraft und es existiert mit PAFF ein Vernetzungstreffen von Praktiker:innen. Wichtig ist jetzt, das Störungsbild bekannter zu machen und entsprechende Expertisen zu schulen, weil viele Pädagog:innen und Träger da noch im Dunklen tappen. Man geht davon aus, dass jedes fünfte Kind in der Jugendhilfe von FASD betroffen ist. Deshalb müssen gerade die Träger der Jugendhilfe für dieses Thema sensibilisiert werden. Und wenn Träger offensiv damit werben, dass sie auf Kinder mit FASD eingestellt sind, dann kommen auch die Anfragen.

    Die Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit Autismus-Spektrum-Störungen oder FASD in einem Gruppensetting wird für die Jugendhilfe eine große Herausforderung darstellen.

    Das ist allerdings eine große Herausforderung. Einige Träger haben sich mit spezifischen Wohngruppen auf den Bereich Autismus-Spektrum-Störungen eingestellt und bilden ein hochstrukturiertes Umfeld ab. Viele dieser Träger arbeiten analog dem “Treatment and Education of Autistic and related Communication handicapped Children“-Model, kurz TEACCH genannt, das mit Strukturierung und Visualisierung arbeitet. Im Bereich FASD ist diese Spezialisierung noch nicht so ausgeprägt. Es gibt das Eylarduswerk in Bad Bentheim, das sich FASD-spezifisch aufgestellt hat und zu den Leuchttürmen gehört. Es gibt stationäre Wohngruppen und betreute Wohngemeinschaften im Sonnenhof in Berlin und das Vinzenzwerk Handorf in Münster, aber sonst sieht es im Blick auf spezialisierte Einrichtungen noch relativ dünn aus.

    Wir haben in der Hephata Jugendhilfe momentan eingestreute Plätze, das heißt: Wir haben durchaus Kinder und Jugendliche mit FASD, die als solche erkannt und definiert sind. Und wir begleiten sie in einem Gruppensetting. Damit ist die klassische Jugendhilfe mit ihren Wohngruppen mit acht, sieben oder selbst mit sechs Plätzen häufig überfordert.

    Für das Störungsbild FASD sind – ähnlich wie für die Autismus-Spektrum-Störung – eingeschränkte Exekutivfunktionen kennzeichnend. Wir versuchen daher Methoden, die sich im Bereich Autismus bewährt haben, auf FASD zu übertragen. Denn Kindern und Jugendlichen mit beiden Störungsbildern fällt es schwer, Lernerfahrungen auf unterschiedliche soziale Situationen zu übertragen. Die beiden Diagnosen darf man dabei keinesfalls gleichsetzen, trotzdem können sich vergleichbare Methoden bei beiden Störungsbildern bewähren. In meiner Abschlussarbeit in der Ausbildung zur FASD-Fachkraft habe ich mir angeschaut, ob und wie sich TEACCH-Methoden für FASD-Betroffene eignen. Allerdings sind wir in Hephata noch nicht so weit, das in die Praxis umzusetzen. Und man muss dabei sagen, dass die Prognose für Menschen mit FASD deutlich ungünstiger ausfällt als für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung.

    Eine Herausforderung für diese jungen Leute wird der Wechsel aus der öffentlichen Erziehung heraus in die Selbständigkeit darstellen. Was bedeutet das für FASD-Betroffene?

    Der Wechsel ins Erwachsenenalter ist einer der Hauptkrisenherde für diese jungen Menschen; dazu läuft gerade viel auf Fachtagungen. Dieser Übergang ist ein so sensibler Bereich, weil damit feste Tagesstrukturen wie zum Beispiel der Schulbesuch wegbrechen und sich der Übergang ins Berufsleben häufig schwierig gestaltet. Ein Problem ist auch, dass wir noch zu wenig über FASD typische Lebensläufe wissen. Diese jungen Menschen sind ja nicht kognitiv begrenzt – zumindest nicht so, dass sie als geistig gehindert gelten würden. Und trotzdem schränkt sie FASD so stark ein, dass sie häufig nicht auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen. fällt ihnen der Wechsel ins Berufsleben häufig sehr schwer. Wenn das Ausgangsproblem nicht erkannt wird, folgt eine Jobcenter-Maßnahme auf die andere und scheitert– und schließlich werden keine weiteren Maßnahmen angeboten.

    Auch die Wohnsituation gestaltet sich schwierig, schon während der Zeit in öffentlicher Erziehungshilfe. Ich glaube, dass viele der sogenannten „Systemsprenger:innen“ FASD-Kinder sind. Da lässt sich häufig ein „Drehtüreffekt“ beobachten. Viele dieser Kinder leben außerdem in Pflegefamilien. Dort wird Außergewöhnliches geleistet; aber auch dort ist es schwierig, wenn geeignete Anschlussmaßnahmen fehlen.

    Die Arbeit in der Hephata Jugendhilfe (Foto: Ev. Stiftung Hephata)

    Die Situation der Kinder und Jugendlichen mit dem FASD-Syndrom ist für die Betroffenen selbst eine Herausforderung, aber ebenso für Pädagoginnen und Pädagogen in der Jugendhilfe. Was bedeutet das für Ihre Mitarbeitenden? Wie bereiten Sie die Fachkräfte vor? Und wie unterstützen Sie, damit der Job gelingt?

    Ich glaube, dass da eine gute Fall- und Fachberatung im Team sehr wichtig ist. Als Bereichsleiter achte ich darauf, eine solche Beratung für meine Teams möglich zu machen. Ich finde es wichtig, dass solche Teams extern supervidiert werden, im Optimalfall auch durch Supervisor:innen, denen FASD bekannt ist. Wir haben bei uns in Hephata einen Kompetenzbereich FASD gegründet, wo wir versuchen, dass sich ein Team von etwa sieben Personen dazu stetig weiterbildet. Aufklärung ist ganz besonders wichtig, etwa im Blick darauf, was FASD für das klassische Bezugspädagog:innensystem in der Jugendhilfe bedeutet. Ich will nicht sagen, dieses System bei FASD versagt. Aber es birgt eine große Gefahr, dass die mit FASD-Klient:innen arbeitenden Personen sich verausgaben oder ausbrennen. Da muss man gut draufschauen und möglicherweise eine Rotation entwickeln, wie sie im Bezugspädagogensystem sonst nicht vorgesehen wird. Häufig wollen wir stabile Bindungen anbieten, die möglichst lange vorhalten. Im Sinne von Psychohygiene für die Mitarbeitenden sollten wir bei FASD-Betroffenen da anders verfahren und Wechsel vorsehen.

    Und es braucht ganz viel Wissen über das Störungsbild: Wegen der guten verbalen Fähigkeiten der Betroffenen erscheint es oft so, als würden diese Kinder und Jugendlichen etwas nicht wollen. FASD ist aber mit einer Hirnschädigung verbunden und aus den guten verbalen lässt sich nicht auf praktische Fähigkeiten schließen. Wenn das Pädagog:innen klar ist, gibt es in der Praxis weniger Frust. Es ist für Mitarbeitende wichtig Resilienz zu entwickeln. Ich habe manchen Mitarbeitenden erlebt, der sagte: Wenn ich damals gewusst hätte, dass ich es mit einem Menschen mit FASD-Symptomatik zu tun hatte, dann hätte ich anders auf mich geachtet. Der Blick darauf ist eine Aufgabe für das Team – und für die Leitung.

    Die Begleitung junger Menschen mit FASD ist  eine Team-Aufgabe.

    Grundsätzlich ist ein Arbeiten in Netzwerken wichtig in der Jugendhilfe. Für die Begleitung von jungen Menschen mit FASD gilt das ganz besonders. Auf Fachtagungen kursiert zur Zeit der wohl aus Afrika stammende Spruch: Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Gerade im Zusammenhang mit FASD gilt das: Es braucht Netzwerke, in denen sich Betroffene austauschen können. Ebenso brauchen Kernfamilien solche Netzwerke – und auch Pädagog:innen. Und wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen, um Therapiemöglichkeiten und pädagogische Unterstützung zu schaffen. Denn mit dem Personalschlüssel, den die Jugendhilfe derzeit bietet, fällt die Begleitung der Betroffenen schwer. FASD muss ein Thema für die ganze Jugendhilfe werden, wir müssen uns insgesamt breiter dazu aufstellen.

    Was dann auch die Situation der Betroffenen beim Übergang in das Erwachsenenleben verbessern würde …

    Aktuell ist das ein Riesenproblem ist; viele Betroffene von FASD bleiben nach den Jugendhilfemaßnahmen auf der Strecke, weil Anschlussmaßnahmen, Unterstützungsmöglichkeiten und Wissen fehlen. Die Hirnschädigung unterstützt bei manchen eine hohe Verführbarkeit und manche FASD-Betroffene landen in Kriminalität und Haft. Viele scheitern bereits während der Jugendhilfe, werden durch die Einrichtung gereicht und erleben immer wieder Abbrüche. Unsere Systeme sind da nicht passgenau, und das müssen wir ändern.

    Herzlichen Dank für das Gespräch!

  • Suchtprävention im Betrieb wirkt gegen Stigmatisierung

    Suchtprävention im Betrieb wirkt gegen Stigmatisierung

    Foto: Chuttersnap auf Unsplash

    Hamm (2mind) – Für den Erfolg suchtpräventiver Maßnahmen ist der frühe Zugang zu potenziell Betroffener entscheidend. Darin liegt ein Grund für die hohe Bedeutung präventiver Angebote in Unternehmen. Die Stärkung der Suchtprävention ist eine Aufgabe der Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS). Mit deren Geschäftsführer, dem promovierten Sozialwissenschaftler Peter Raiser, sprach Achim Halfmann über Chancen und Grenzen der betrieblichen Suchtprävention.

    CSR NEWS: Wie verbreitet sind die betriebliche Suchtprävention und -beratung?

    Dr. Peter Raiser (DHS)

    Dr. Peter Raiser: Das wird – nach meinem Kenntnisstand – nicht erfasst. Wir wissen allerdings über große Betriebe und Konzerne, dass sie insgesamt gut aufgestellt sind im Blick auf Gesundheitsprävention und betriebliche Sozialarbeit und in der Regel eine betriebliche Suchtprävention anbieten. Schwierig ist es vor allem für kleine und kleinste Unternehmen, sich überhaupt mit diesem Thema zu befassen; für diese Unternehmen ist es insbesondere eine Ressourcenfrage.

    Aus unserer Erfahrung kann ich sagen: Die betriebliche Suchtprävention erfährt in der letzten Zeit mehr Aufmerksamkeit. Das Thema kommt langsam aus der gesellschaftlichen Tabu-Ecke heraus und der Umgang wird nüchterner und weniger stigmatisierend. Bis zu einer wirklichen Entstigmatisierung von Abhängigkeitserkrankungen ist es für unsere Gesellschaft aber noch ein weiter Weg.

    Warum sollten sich Unternehmen überhaupt dem Thema „Sucht“ stellen, wo es doch fast in jeder Kommune Suchtberatungsstellen gibt?

    Natürlich gibt es fast überall Suchtberatungsstellen und dort kann jeder sich anonym beraten lassen. Viele dieser Stellen bieten auch Unterstützung für Betriebe an. Aber es liegt durchaus im Eigeninteresse von Unternehmen, sich mit dem Thema Sucht zu beschäftigen:

    Denken Sie etwa an den Sicherheitsthemen wie Arbeitsschutz, Unfallverhütung und akute Gefährdungen durch Arbeit unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Bei einem solchen Ereignis muss nicht bereits eine Suchterkrankung vorhanden sein. Abhängigkeitserkrankungen entwickeln sich meist über lange Zeiträume und betreffen auch Fachkräfte, die im Unternehmen gebraucht werden. Und ein hoher Alkoholkonsum steigert das Risiko anderer Erkrankungen, etwa von Herz und Kreislauf. Weil Unternehmen Fachkräfte erhalten und Gefahrensituationen vorbeugen wollen, lohnt es sich, Muster für ein Vorgehen in solchen Situationen – etwa Arbeit unter Alkoholeinfluss – zu kennen.

    Kinder und Jugendliche erreichen wir flächendeckend mit suchtpräventiven Angeboten in den Schulen. Bei Erwachsenen sind es die Betriebe, wo ein großer Teil erreicht werden kann und wo eine frühe Kontaktaufnahme zu Betroffenen möglich wird:

    Viele Betroffene verkennen oder verleugnen ihre Situation in frühen Phasen der Suchtentwicklung. Es zeigt sich aber, dass sie sehr sensibel auf Rückmeldungen am Arbeitsplatz reagieren. Und je früher Probleme angesprochen werden, umso besser gelingt es gegenzusteuern.

    Sie haben die Chancen der betrieblichen Gesundheitsprävention beschrieben. Wo sehen Sie Grenzen?

    Betrieb ist nicht das Setting für Suchtbehandlung; hier sind qualifizierte Fachkräfte gefragt. Wenn ich als Führungskraft mit Betroffenen rede, muss ich mir meiner Rolle bewusst sein: Ich stelle keine Diagnosen und empfehle keine medizinischen Behandlungsinhalte. Führungskräfte können aber vermitteln: Was sind unsere Erwartungen als Betrieb? Und was sind unsere Unterstützungsangebote?

    Wenn sich im Verlauf solcher Gespräche zeigt, dass eine Verhaltensänderung aus eigener Kraft nicht machbar ist, dann ist die Kooperation mit Beratungsstellen vor Ort und mit Reha-Einrichtungen gefragt.

    Führungskräfte sollten sich über die Grenzen der eigenen Rolle klar sein. Und man kann niemanden zu einer Behandlung oder zum Erfolg einer Behandlung zwingen.

    Kollegen handeln aus einer anderen Rolle heraus und deshalb unterscheidet sich die kollegiale Ansprache von der durch Führungskräfte. Wichtig ist es, dem Betroffenen zurückzuspiegeln, was sein Verhalten für die Kollegen bedeutet. In einem freundschaftlichen Verhältnis können Kollegen etwa ihre Sorgen zum Ausdruck bringen. Ohne freundschaftliches Verhältnis können sie deutlich machen, welche Nachteile durch das Verhalten des Betroffenen für sie selbst entstehen – und dass sie diese nicht mittragen möchten. Wichtig ist die Perspektive: Man möchte ein beginnendes Problem mit dem Betroffenen gemeinsam in den Griff bekommen und schauen, welche Schritte man dazu gehen kann. (> Link)

    Wie geht man in einem Unternehmen damit um, wenn es keine Einsicht und keine Bereitschaft zur Mitarbeit an dem Problem gibt?

    Aus der Praxis wissen wir: In über 80% der Interventionen kommt es nicht dazu, dass man sich trennen muss. Eine Erkrankung kann Betroffenen nicht zur Last gelegt werden. Wenn aber keine Einsicht und Bereitschaft an einer Mitwirkung bei der Lösung besteht, sollte eine Führungskraft die arbeitsrechtlichen Möglichkeiten kennen.

    Wie können – insbesondere kleine – Unternehmen in die betriebliche Suchtprävention einsteigen?

    Unsere Erfahrungen zeigen: Häufig geschieht eine erste Beschäftigung mit der Suchtprävention in kleineren Betrieben, wenn suchtbezogene Probleme deutlich werden. Führungskräfte brauchen dann Sicherheit für das Zugehen auf die Betroffenen. Denn wenn man aus Unsicherheit ein sensibles Thema nicht ansprechen möchte, tut man weder dem Betroffenen noch dem Unternehmen einen Gefallen.

    Die DHS bietet Broschüren, die aufzeigen: Wie läuft ein solches Gespräch ab? Auch weitere Informationen zur betrieblichen Suchtprävention finden Sie in unseren Materialien (> Link: insbesondere Kapitel 5 und 6).

    Deutschlandweit gibt es in allen Kommunen öffentlich geförderte Suchtberatungsstellen – häufig mit eigenen Angeboten für Betriebe. Diese Beratungsstellen finden Sie im DHS-Suchthilfeverzeichnis auf der DHS-Homepage (https://www.suchthilfeverzeichnis.de).

    Und schließlich führt die DHS alle zwei Jahre eine „Aktionswoche Alkohol“ durch; im Jahr 2024 ist es wieder so weit. Die Aktionswoche bietet z.B. Anregungen, um mit Betroffenen ins Gespräch zu kommen. Das Modul für Betriebe während der Aktionswoche ist sehr gefragt und wird von einigen hundert Unternehmen genutzt. (https://www.aktionswoche-alkohol.de)

    Vielen Dank für das Gespräch!

  • Suchtprävention und Suchthilfe im Betrieb

    Suchtprävention und Suchthilfe im Betrieb

    Foto: Matteo Badini auf Unsplash

    Hamm (2mind) – Suchterkrankungen erwachsener Arbeitnehmer fallen häufig zuerst am Arbeitsplatz auf: Leistungseinbrüche, soziale Isolation oder Persönlichkeitseinbrüche können Hinweise darauf sein. Suchtprävention und Suchtberatung am Arbeitsplatz kommt daher eine hohe Bedeutung zu. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hat dazu im Dezember ihr Handbuch „Qualitätsstandards in der betrieblichen Suchtprävention und Suchthilfe“ aktualisiert veröffentlicht.

    Damit will die DHS Betrieben aller Größenordnungen und Branchen ein fachlich und rechtlich abgestimmtes Konzept als Handreichung für die betriebliche Praxis zur Verfügung stellen. Das Handbuch steht als > PDF zum Download zur Verfügung und bietet auf 220 Seiten Hinweise zu Suchtmitteln im Betrieb, zur Vorbeugung, zur Rolle der Personalverantwortlichen, zur Intervention bei Auffälligkeiten im Betrieb und Beratung und Suchthilfe im Betrieb. Im Fokus stehen dabei nicht nur klassische Suchtmittel wie Tabak, Alkohol und illegale Drogen, sondern auch internetbezogene Störungen, das pathologische Glücksspiel, Kaufsucht oder zwanghaftes Arbeiten („Arbeitssucht“).

    Weitere Informationen für Personalverantwortliche bietet die DHS in dem > Ratgeber „Suchtprobleme am Arbeitsplatz“ (PDF) und auf der Website https://www.sucht-am-arbeitsplatz.de. Informationen zur Suchtprävention am Arbeitsplatz bieten zudem der Bundesverband betriebliches Gesundheitsmanagement, das Deutsche Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung. sowie der Bundesfachverband Betriebliche Soziale Arbeit.

    Suchtprävention und Suchthilfe besitzen auch für Beschäftigte im Bildungssektor Bedeutung. Dem will etwa das HochschulNetzwerk SuchtGesundheit gerecht werden.